Effektive Kommunikationsstrategien für die Immobilienbranche

Vernetztes Marketing

Wer kennt sie nicht, die Meldungen über neue soziale Netzwerke und Apps, die die Kommunikation auf einen Schlag revolutionieren sollen? Spätestens Mark Zuckerbergs Whatsapp-Deal mit der Rekordsumme von 19 Milliarden US-Dollar für den Kurznachrichtendienst hat viele Entscheider hellhörig gemacht. Was aber bedeutet das für die Immobilienbranche? Braucht jeder Projektentwickler seine eigene App? Führt für Unternehmen kein Weg mehr an Facebook, Twitter und Co. vorbei?

Unternehmen waren und sind gut beraten, sich bei Marketing und Kommunikation auf eine klar definierte Strategie zu verlassen. Dies schließt den „Blick über den Tellerrand“ und ein offenes Ohr für neue Ideen allerdings nicht aus. Wenn Unternehmen es schaffen, die Potentiale neuer Kommunikationswege für sich zu entdecken, kann es ihnen einen Wettbewerbsvorteil, direktere Kundenkontakte und ein besseres Betriebsklima einbringen. Wichtig ist nur, sich bereits in einem sehr frühen Stadium Gedanken über die eigenen Zielgruppen, die gewünschten Ziele und die zu kommunizierenden Inhalte zu machen. Dazu zählt auch die Frage, ob der Schwerpunkt auf der Markenpflege oder dem direkten Vertrieb liegen soll. Während beispielsweise viele verschiedene Kanäle parallel für die Imagepflege genutzt werden können, empfiehlt es sich beim Vertrieb, genauer hinzuschauen und spezifische Instrumente auszuwählen, die den Verkauf gezielt unterstützen können.

Fakt ist: Die Gründung von Facebook vor exakt zehn Jahren und der rasante Zuwachs bei den sozialen Netzwerken hat die gesamte Online-Kommunikation verändert. Nutzer fordern den Dialog ein, und dies nicht nur in den Social Media, sondern inzwischen auch auf den „ganz normalen“ Internetseiten von Unternehmen und Kommunen. Dieser dialogorientierte Ansatz, der auch unter dem Begriff „Web 2.0“ gefasst wird, verlangt einen neuen Umgang mit den eigenen Zielgruppen. Nicht erst seit Stuttgart 21 und dem Debakel um den Berliner Hauptstadtflughafen wissen wir, wie wichtig es ist, sämtliche für ein Projekt relevante Öffentlichkeiten möglichst früh mit ins Boot zu holen. Für Wohnungsunternehmen, Projektentwickler, Asset- und Property Manager wird es deshalb immer relevanter, ihre Kommunikation mit Mietern, Kaufinteressenten, Investoren, Banken, Family Offices, Dienstleistern und potentiellen neuen Mitarbeitern klar zu strukturieren. Selbstverständlich ersetzen Internet und soziale Netzwerke dabei nicht das persönliche Gespräch. Positive Beispiele wie das Commercial Network von Immo Scout oder die diversen Apps für Wohnungssuchende zeigen aber, wohin die Reise gehen kann.

Generell gilt: Bei der Planung und Ausarbeitung einer zielgruppenorientierten Strategie sollten die Möglichkeiten der Online-Kommunikation und des crossmedialen Marketings nicht unterschätzt werden. Gerade für die Immobilienbranche spielt der Trend zur immer stärkeren Nutzung mobiler Endgeräte eine große Rolle. Ein Blick in den Bekanntenkreis genügt: Immer mehr Tablets und Smartphones werden im Büro, aber eben auch im privaten Umfeld genutzt. Neue Wohnungen begutachtet man tendenziell auf der Couch, gemeinsam mit dem Partner auf dem iPad. Freunden auf Arbeitssuche schickt man interessante Unternehmenswebsites direkt aufs Smartphone. Gut, wenn die dann responsiv gestaltet sind und sich auf allen Geräten gut anzeigen lassen.

Spielen die Online-Kanäle für die gewählte Strategie eine Rolle, müssen all diese Nutzergewohnheiten beachtet werden. Fällt die Wahl auf ein soziales Medium wie Facebook, kommt noch ein Aspekt hinzu: Was bedeutet Facebook eigentlich für mich? Zunächst einmal eine schöne Möglichkeit, mit Freunden in Kontakt zu bleiben, mit ihnen zu sprechen und Inhalte zu teilen, die mir gefallen. Warum diese Frage wichtig ist? Weil Unternehmen nicht nur den „richtigen Ton“ treffen müssen, wenn sie mit Nutzern kommunizieren, sondern weil sie auch Inhalte anbieten müssen, die diese Menschen interessieren.

Über dieses Thema referiert Christopher Martin auch im Rahmen der Investment-Konferenz Real Estate Digital von Heuer Dialog am 6. Mai in Frankfurt. Weitere Infos zur Veranstaltung finden Sie hier.

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